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Seite 3 von 5 Picknick bei Musik auf dem Mittelaltermarkt (Samstag, 23.5.2026) Was für ein Wave-Gotik-Treffen 2026! Überall trifft man sie, die WGT-Gäste, als ob nur sie ganz Leipzig bevölkern. Die Konzerte sind oft überfüllt, so dass schon Einlasstopps nötig war. Im Heidnischen Dorf, dass dieses Jahr eine größere Fläche einnimmt, genießt man die Sonne auf der Decke mit der ganzen Familie, freut sich an den vielen Angeboten und entdeckt kleine Geschenke an den Ständen.
 
Als einen der Höhepunkte an diesem Tag kann man ohne Zweifel die Band Schöngeist nennen. Mit düsterem Rock begeisterte sie die Fans vor der Heidenbühne. Die Band um Frontmann Timur war bereits das vierte Mal beim WGT. Sie hatte 2012, 2016 und 2022 einen guten Eindruck hinterlassen, so dass sie 2026 wieder dabei sind. Aktuell sind sie mit dem aktuellen Album „Schwarz vor Augen“ nach einer längeren Pause wieder da und zeigen, dass der Gothic Rock aus ihren Federn weiter überzeugen kann. Natürlich gab es neben einigen älteren Songs vor allem Ausschnitte aus dem aktuellen Album: „Du Du Du“ im Stil von Da Da Da und „Feuer und Eis“ seien hier genannt.
Auch vor Schöngeist bebte die Stimmung im Heidnischen Dorf. Die Piratenrocker Katerfahrt fuhren mit ihren Kahn über die Meere auf das WGT. Mitsinglaune, viel Spielfreude und den nötigen Humor ließ die Massen abgehen.  
Kunst in der Druckerei
Was wäre das WGT ohne Kunst. Die Galerie Kunst liebt Mut präsentierte „Kunst liebt Tod“. In einer Druckerei begegneten sich die Künstlerin Florentine Joop, Maler Holger Much, Sektionsassistent aus der Rechtsmedizin Stefan Griep, Musiker Ingmar Jeßulat und Moderator M. Kruppe. Die ausgestellten Werke setzten das Thema grafisch um. Im Gespräch ging es um Leben und Tod, wobei auch über die Einzigartigkeit des Lebens nachgedacht wurde. Stefan Griep beschäftigt sich beruflich mit toten Menschen, zeigte Instrumente seiner Arbeit und betonte, wie wichtig es sei, sich an dem Leben auszurichten. Es fragte die Mitdiskutierenden, ob sie Angst vor dem Tod haben, wobei die Antworten tatsächlich überraschten. Florentine Joop las aus ihren neuen autobiografischen Roman Sommer im Heckenrosental, eine Kindergeschichte aus ihrer Jugend. Dichter und Liedermacher Ingmar Jeßulat fasst das Ganze in Worte und Musik. Susanne Höhne von "Kunst liebt Mut" freute sich über eine schöne Premiere für so ein Format, wo sich eine Wiederholung lohnt


Im Felsenkeller gaben sich die Grausamen Töchter die Ehre und überzeugten mit einer beeindruckenden Show, die nicht für schwache Nerven gemacht ist.


Eine weitere Premiere an diesem Abend fand danach an gleicher Stelle
statt. Unter dem Namen „Alles Schwarz“ brachte Oswald Henke mit seinen
Freunden ein besonderes Programm auf die Bühne. Lieder von Oswald Henke,
LUCINA SOTEIRA, Tobias Siebert (Klez.e), Marishka von Waldstetten
(Beautiful Disease), Victor Hildebrand (Unfarben) und Bernd Friebe
verbanden sich im neuen Klang. Einfach genial diese schwarze Kunst. Hier
seien nur ein paar Song genannt, die erklangen: Zusammen allein,
Vermisster Traum, Menschenstunde, Somnio, Liebling der Götter und
Flamme. 

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